5. Sitzung in Parndorf am 11. Mai 2026

Im Jahr 2026 trafen sich die Mitglieder des Begleitausschusses im Burgenland, genauer gesagt in Parndorf im Hotel Pannonia Tower, wo auf Einladung des Landes Burgenland die 5. Sitzung stattfand. 

Tagesordnung

Einleitend warf die Verwaltungsbehörde einen Blick zurück in die Förderperiode 2014-2020. Der Programmabschluss für das Programm IWB/EFRE wurde fristgerecht im Februar 2026 eingereicht. Die Vollausschöpfung des Programms konnte, vorbehaltlich noch ausstehender Rückmeldungen der Europäischen Kommission, erreicht werden. Interessante Analysen und Auswertungen der Umsetzungsdaten zeigen, wie unterschiedliche Projekttypen und Abwicklungsstrukturen sich ergänzten und gemeinsam zum Gelingen des Programms beigetragen haben.

Alle weiteren Tagesordnungspunkte beziehen sich auf das neue Programm EFRE & JTF 2021-2027, beginnend mit der Präsentation des aktuellen Umsetzungsstandes. Mit 370 genehmigten Projekten waren bereits 77 % der Gesamtmittel des Programms gebunden, wobei die Prioritätsachse 1 „Innovation“ bereits über den Planwerten lag. 

Nach den Berichten zur Umsetzung des „Just Transition Fund“ aus Oberösterreich, Niederösterreich, Steiermark und Kärnten ging die Verwaltungsbehörden auf Programmänderungen ein. Die 6. Programmänderung, mit der die neue Maßnahme 8 in der Priorität „Nachhaltigkeit“ eingeführt wurde, wurde im April 2026 genehmigt. Die 7. Programmänderung wurde vorgestellt und vom Begleitausschuss beschlossen, die Einreichung bei der Europäischen Kommission erfolgte am 21. Mai 2026.

Als Gastgeberin stellte MMag.a  Petra Jahn, Vorständin der Abteilung 9 für EU, Gesellschaft und Förderwesen, nach der Kaffeepause die positive Wirkung der EU-Förderungen, insbesondere des EFRE, im Burgenland dar. Seit 1995 wurden 477 Millionen Euro an EFRE-Mittel im Burgenland investiert, die EU-Fördermittel aller EU-Fonds beliefen sich auf 3,1 Milliarden. Innerstaatliche Disparitäten konnten verringerten werden, womit das Burgenland ein Musterbeispiel für die Entwicklung einer ehemaligen Ziel 1-Region darstellt.

Im jährlichen Bericht aus Brüssel lag der Schwerpunkt auf dem Stand der Vorbereitungen für die Förderperiode 2028+. Der darauffolgende Top zu den Kommunikationsaktivitäten der Verwaltungsbehörde fokussierte auf den strategischen Vorhaben in Niederösterreich und in der Steiermark, die von Vertreter:innen der GD REGIO besucht wurden. 

Anschließend wurde der Fortschritt der begleitenden Programmevaluierung vorgestellt. Die Verwaltungsbehörde wies zudem auf den jährlichen Umsetzungsbericht und die Zusammenfassung für Bürgerinnen und Bürger hin. Der letzte Tagesordnungspunkt beschäftigte sich mit der Vorbereitung der Förderperiode 2028+ in Österreich, mehrere Mitglieder des Ausschusses, darunter das BMLUK, Abt III/6, gaben ein Überblick über den Stand der Diskussionen und Vorbereitungen.

 

Rahmenprogramm 12. Mai 2026

Am folgenden Tag besuchten die Teilnehmer:innen des Begleitausschusses zwei EFRE-Förderprojekte im Burgenland. In Neusiedl am See wurde im Energy Hub das Forschungsprojekt „Sector Coupling for Renewables – Power to H2-System“ vorgestellt. Das Ziel des Projektes war es, überschüssigen Strom aus der nahen Windanlage in Wasserstoff umzuwandeln und so zu speichern. Die gespeicherte Energie kann im Bedarfsfall wieder umgewandelt und in das Wärmenetz von Neusiedl eingespeist werden. 

Mit dem Bus ging es entlang des Neusiedlersees weiter nach Illmitz, wo der Altbürgermeister EFRE-geförderte Maßnahmen im Bereich Energieeffizienz und nachhaltige Mobilität zeigte. So wurden zum Beispiel ein Elektro-Fahrzeug für Gemeindearbeiten und LED-Straßenbeleuchtungen kofinanziert. Für die Gemeinde war diese EU-Förderung eine wichtige finanzielle Unterstützung auf dem Weg zur nachhaltigen Entwicklung.

Fotos: ÖROK-Gst.

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