Spezifisches Ziel 2.1: Energieeffizienz und THG-Reduktion
Durch Energieeffizienzmaßnahmen sollen der Energieverbrauch gesenkt und die CO2-Emissionen reduziert werden. Unternehmensinvestitionen in diesen Bereichen wirken positiv auf Ressourcen- und Energieproduktivität, treiben die Dekarbonisierung voran und unterstützen einen effizienten und klimaneutralen Wachstumspfad.
Die Anwendung umweltrelevanter Technologien soll zusätzlich durch Beratungs- und Informationsmaßnahmen gefördert werden. Insbesondere Unternehmen sollen zur Übernahme von energieeffizienten Technologien und zum verstärkten Einsatz von Kreislaufwirtschaft angeregt werden. Durch Technologie-(weiter-)entwicklung, Testung, Markteinführung und -expansion wird die Durchsetzung und Verbreitung von klimaschonenden Technologien ermöglicht und die Entwicklung von ökologischen Innovationen angestoßen.
Spezifisches Ziel 2.2: Föderung erneuerbarer Energien
Für die Beschleunigung der Dekarbonisierung ist neben einer Steigerung der Energieeffizienz der Ausbau erneuerbarer Energien ebenso wichtig. Zur Erhöhung des Anteils Erneuerbaren Stroms sind nicht nur die Schaffung von zusätzlichen Erzeugungskapazitäten, sondern auch Maßnahmen zur Optimierung der Verwertung erneuerbarer Energien entscheidend. Dazu zählt insbesondere auch die effizientere Nutzung des erzeugten Stroms. Um die Eigenversorgung zu optimieren, sind Anlagen zur Speicherung des erzeugten Stroms ein wichtiger Faktor, wie auch aus der RED III hervorgeht.
Durch den verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien im betrieblichen Eigenverbrauch soll die Energieunabhängigkeit österreichischer Unternehmen erhöht werden, ihre Wettbewerbsfähigkeit verbessert und ihre Resilienz gegenüber Strompreisschwankungen gestärkt werden. Damit soll neben der Umsetzung der Erneuerbaren Energie-Richtlinie auch ein Beitrag zur Erreichung der Ziele des europäischen Green Deal erreicht werden.
Spezifisches Ziel 2.6: Übergang zu einer ressourceneffizienten Kreislaufwirtschaft
Mit weiteren Maßnahmen zur Stärkung der Kreislaufwirtschaft können drei Ziele gleichzeitig verfolgt werden: Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit durch Effizienz und Technologie, Beschleunigung der Transformation hin zu nachhaltiger Produktion und strategische Autonomie. Die Maßnahmen des spezifischen Ziels unterstützen die Umsetzung der österreichischen Kreislaufwirtschafts- und Bioökonomie-Strategie.
Für KMU ist der Übergang zur Kreislaufwirtschaft mit risikobehafteten Investitionen verbunden, die sich oft erst langfristig amortisieren. Zuschüsse sind daher die passende Unterstützungsform, da sie das Risiko mindern, Wettbewerbsnachteile ausgleichen und den notwendigen Anreiz schaffen, damit KMU in zirkuläre Lösungen investieren können.