Vizebürgermeisterin Judith Schwentner ist dieses Zukunftsprojekt ein wichtiges Anliegen:
„Spätestens diesen Sommer haben wir alle deutlich gespürt, wie sehr die Klimakrise längst unser Leben beeinflusst und wie wichtig es ist, unser Graz jetzt so zu gestalten, dass wir auch in Zukunft hier noch gut leben können. Städte weltweit machen es uns vor: Das wirksamste Mittel gegen die Hitze sind Bäume, Grünraum, Schatten und weniger versiegelte Flächen. Umso wichtiger ist, dass wir mit Unterstützung der EU und dem Land genau dort investieren können.“
Drei Orte, drei unterschiedliche Ausgangssituationen und ein gemeinsames Ziel: Klimaschutz und Lebensqualität zusammenzudenken.
Am Tummelplatz wird aus Hitze Aufenthaltsqualität: Auf mehr als 5.000 Quadratmetern schaffen zusätzliche Bäume, entsiegelte Flächen, ein Wasserspiel und ein Trinkbrunnen künftig kühlere Bedingungen. Das Schwammstadtprinzip sorgt dafür, dass Regenwasser dort bleibt, wo es gebraucht wird.
In der Kaiserfeldgasse geht es um die Zukunft der alten Lindenallee. Größere Wurzelräume, bessere Wasserversorgung und zusätzliche Bäume geben dem Grün mehr Platz zum Wachsen. Neue Sitzmöglichkeiten und eine barrierefreie Gestaltung machen aus der Straße zugleich einen Ort zum Verweilen. Die Umsetzung startet im September 2026.
Und im Grazer Westen wächst ein neuer Park: Zwischen Daungasse und Eggenberger Straße entsteht auf rund 11.000 Quadratmetern ein öffentlicher Grünraum mit rund 60 neuen Bäumen, Spiel- und Bewegungsflächen, Wiesen, Trinkbrunnen und beschatteten Aufenthaltsbereichen.
Möglich wird die Umsetzung auch durch die Unterstützung des Programms IBW/EFRE & JTF Österreich 2021–2027. Aus dem EFRE fließen knapp 3,1 Millionen Euro in die drei Vorhaben.
Stadtbaudirektor Bertram Werle erklärt: „Für die Kaiserfeldgasse und den Tummelplatz konnten wir jeweils die maximale EU-Fördersumme pro Projekt lukrieren. Möglich wurde das durch die gute Zusammenarbeit mit dem Land Steiermark, das diese, für steirische Städte wichtige, EU-Förderschiene überhaupt erst ermöglicht hat, und durch die kontinuierliche Vorbereitung unserer Förderprojekte-Stelle in der Stadtbaudirektion.“
Was heute investiert und gebaut wird, wird Graz morgen spürbar grüner, kühler und lebenswerter machen.
