M 6.1 Förderung von Investitionen für Beschäftigung und Nachhaltigkeit
P4 - Abfederung negativer Effekte des Übergangs auf eine klimaneutrale Wirtschaft
Inhalte und Ziele der Maßnahme
Ziel der Maßnahme ist es, Beschäftigung in langfristig tragfähigen, grünen Geschäftsfeldern zu erschließen. Dies erfolgt durch Investitionen in nachhaltige und innovative KMU und Start-ups. Gefördert werden Investitionen von KMU, die im Einklang mit den Zielen des Europäischen Green Deals stehen. Unterstützt werden auch Unternehmen, die in zukunftsfähige, nicht-energie- bzw. THG-intensive Bereiche investieren (z.B. Life Science/Medizintechnik, Digitalisierung). Zusätzlich sollen Beratungsleistungen für Start-ups (und damit verbundene Infrastrukturinvestitionen) bereitgestellt und Strukturen für ein Start-up freundliches Umfeld aufgebaut werden. Dies umfasst sowohl die Stärkung bereits etablierter Einrichtungen zur Unterstützung von Start-ups (z.B. Inkubatoren), als auch die Errichtung neuer Kapazitäten mit der Schwerpunktsetzung auf transformative Geschäftsmodelle. Des Weiteren soll der Zugang zu diesen Einrichtungen durch Zusammenarbeit mit tertiären Bildungs- und Forschungseinrichtungen erleichtert werden. Ein weiteres Ziel der Maßnahme ist die Förderung von Innovations-Hubs. Diese unterstützen die Kooperation von Start-ups und bestehenden Unternehmen. Zusätzlich soll in die Bewusstseinsbildung in Schulen und Bildungseinrichtungen investiert werden. Ziel ist eine höhere Gründungsrate bei zukünftigen Generationen.
Maßnahmenbeschreibung im Detail
KMU-Investitionen im Einklang mit Green Deal Zielen
Die Maßnahme zielt darauf ab, langfristig tragfähige „grüne“ Geschäftsfelder zu erschließen oder auszubauen und die Diversifizierung hin zu nachhaltigen und innovationsgeleiteten Wirtschaftsaktivitäten in der JTP-Region voranzutreiben. Die Vorhaben der Maßnahme sind darauf ausgerichtet, Beschäftigung zu schaffen bzw. einen mittelfristig erwartbaren Beschäftigungsabbau zu vermeiden oder abzufedern.
Unterstützt werden Investitionen von KMU, die Produkte oder Dienstleistungen anbieten, die im Einklang mit den Zielen des Europäischen Green Deals (siehe COM(2019) 640 final) stehen sowie Unternehmen, die in zukunftsfähigen, nicht-energie- bzw. THG-intensiven Bereichen investieren (z.B. Life Science/Medizintechnik, Digitalisierung) und damit zur Beschäftigung und Diversifizierung in nachhaltigen Wirtschaftsbereichen in der JTP-Region und zur Erreichung der Ziele des Green Deals beitragen. Dazu werden Investitionen unterstützt, die Produkt-, Prozess- oder Dienstleistungsinnovationen aufgreifen ebenso wie Neuansiedlungs- und Erweiterungsprojekte.
Durch die Konzentration auf Unternehmen, die die Ziele des „Green Deals“ unterstützen, wird Beschäftigung in den Unternehmen gesichert bzw. geschaffen und es werden positive Umwelt- und THG-Einsparungseffekte bei den Nutzer:innen (Konsument:innen, B2B-Kund:innen) ermöglicht („Doppeldividende aus positiven Beschäftigungs- und Umwelteffekten“).
Begleitend werden Beratungskompetenzen im Hinblick auf Diversifizierung in grüne Geschäftsfelder sowie der proaktiven Begleitung von Unternehmen im Übergang eingesetzt. Damit werden innerhalb der JTP-Region auch ein Know-how-Transfer und die Multiplikation der Erfahrungen ermöglicht.
Komplementär zur Maßnahme wirken die Vorhaben der JTF-Priorität im ESF+ Beschäftigung & JTF Programm zur Umschulung, Qualifizierung und Weiterbildung und Fachkräfteausbildung.
Stärkung der regionalen Start-up-Ökosysteme
Um in der JTP-Region durch die Etablierung neuer Geschäftsmodelle und die Unterstützung von Gründungen und Start-ups neue Arbeitsplätze zu schaffen sollen Beratungsleistungen für Start-ups (Inkubation und Acceleration und damit verbundene Infrastrukturinvestitionen) und lokale Start-up-Ökosysteme aufgebaut werden. Dies umfasst sowohl die Stärkung bereits etablierter Inkubatoren, wie z.B. in Obersteiermark-Ost und Wiener Neustadt, als auch die Errichtung neuer Inkubationskapazitäten mit der Schwerpunktsetzung auf „transformative“, also „grüne“ Geschäftsmodelle, die im Einklang mit den Green Deal Zielen stehen. In den weiteren JTP-Teilregionen ist der Zugang zu Inkubationskapazitäten zu verbessern, wobei die Zusammenarbeit mit tertiären Bildungs- und Forschungseinrichtungen gesucht wird. Innovations-Hubs unterstützen die Kooperation der Start-ups und bestehender Unternehmen. Da die typisch industriell geprägte JTP-Region noch immer geringere Gründungsraten aufweist, soll in die Bewusstseinsbildung (Vermittlung von Wissen und Know-how zu Entrepreneurship) investiert und mit Schulen und Bildungseinrichtungen kooperiert werden.
Durch diese Maßnahme wird mittels einer Unterstützung neuer Geschäftsmodelle und Start-ups neue Beschäftigung in den Regionen entstehen und es wird eine Diversifizierung hin zu nachhaltigen Wirtschaftsaktivitäten unterstützt.
STEP
Sofern Investitionen mit dem Übergang zur Klimaneutralität gemäß JTP vereinbar sind, werden auch solche gefördert, die in den Anwendungsbereich der STEP-VO und der STEP-LL (C/2024/3209) fallen. Zur Stärkung der Souveränität der Union, der Beschleunigung des Wandels, der Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und der Verringerung strategischer Abhängigkeiten sollen prod. Investitionen von Unternehmen unterstützt werden, die die Entwicklung u. Herstellung kritischer Technologien oder Sicherung und Stärkung der entsprechenden Wertschöpfungsketten gem. Punkt 1.1.1 und 1.1.2 der STEP-LL vorantreiben. Unterstützt werden digitale Technologien und technologieintensive Innovationen, umweltschonende und ressourceneffiziente Technologien sowie Biotechnologien gem. Punkt 2 der STEP-LL.
Technologien gelten als kritisch, wenn sie entweder ein innovatives, neu entstehendes und hochmodernes Element mit erheblichem wirtschaftl. Potenzial auf den Binnenmarkt bringen od. zur Verringerung oder Verhinderung von strat. Abhängigkeiten der Union beitragen. Hierbei können auch Investionen in großen Unternehmen unterstützt werden, sofern die Vorhaben zu den Zielen der STEP-VO beitragen. Dabei kann es sich um Erstinvestitionen handeln, durch die neue wirtschaftl. Tätigkeiten in den JTF-Regionen geschaffen werden oder die zur Diversifizierung oder grundlegenden Änderung des Produktionsprozesses beitragen.
Der Förderkompass zeigt Ihnen, in welchem Bundesland und über welche Förderstelle diese Maßnahme unterstützt wird.
Potentielle Empfänger:innen
KMU. Im Bereich von Beratungen und der Förderung des Start-up-Ökosystems primär Trägereinrichtungen (z.B. Standortagenturen, Clusterorganisationen, Universitäten, Hochschulen, Inkubatoren) oder Gemeinden, die Infrastrukturen oder Services für Inkubation und zur Stärkung der Start-up-Ökosysteme bereitstellen
Großunternehmen (STEP-Verordnung)
Maßnahmenbudget (EU + national)
