INTERREG Europe: Nachhaltig mobil im Urlaub

17.09.2019

Ohne Auto in den Urlaub nach Osttirol? Dafür braucht es attraktive, flexible Mobilitätsformen in der Urlaubsregion Osttirol. Der europaweite Erfahrungsaustausch im INTERREG-Projekt „LAST MILE“ inspirierte zu neuen Lösungen für Gäste und Einheimische in der Region.

Foto: pixabay

Mobilitätskonzepte für die „Letzten Meilen“

Klimafreundliches Reisen gewinnt an Bedeutung! Wichtig für die Entscheidung der Gäste, mit oder ohne Auto anzureisen ist die Möglichkeit, sich in der Region zu bewegen – und dies möglichst bequem und flexibel. Die Region Osttirol entwickelte durch Unterstützung des Regionsmanagement Osttirol in den vergangenen drei Jahren unterschiedliche bedarfsorientierte Lösungen für ihre Gäste – diese bieten auch Einheimischen eine Alternative zum PKW und sind somit ein wesentlicher Impuls für eine nachhaltige Entwicklung in der Region.

Die intensive Auseinandersetzung mit nachhaltigen Mobilitätslösungen in der Tourismusregion ermöglichte die Teilnahme der Region Osttirol am Projekt LAST MILE, das im Rahmen des EU-Förderprogrammes Interreg Europe im Zeitraum von 2016 bis 2020 abgewickelt wird. Unter der Leitung des österreichischen Umweltbundesamtes tauschten bislang sechs europäische Regionen ihre Erfahrungen zu Möglichkeiten, Strategien und auch Barrieren bei der Umsetzung von bedarfsorientierten Mobilitätslösungen für die „Letzten Meile“ aus und erarbeiteten regionale Aktionspläne – seit Oktober 2018 läuft die Umsetzung. Begleitet wird das Regionsmanagement Osttirol durch die programmverantwortliche Landesstelle für das Programm IWB/EFRE Österreich 2014-2020 in Tirol, weil nachhaltige Mobilität - auch vor dem Hintergrund des Klimawandels - zunehmend von strategischer Bedeutung für die Landesebene ist. 

Als wesentliches Ergebnis liegt für die Tourismusregion Osttirol ein Aktionsplan zur Schließung der letzten Meile vor. Bei der nunmehrigen Umsetzung von Pilotprojekten, wie etwa Gemeinderufbusse, ein Anrufsammeltaxi und den Aufbau von E-Carsharingstandorten in ländlichen Gemeinden, konnten bereits wertvolle Praxiserfahrungen gesammelt und das nachhaltige Mobilitätsangebot in der Region aufgewertet werden.

Internationaler Erfahrungsaustausch

Als wesentlicher Mehrwert des Interreg Europe Projektes LAST MILE hat sich unter anderem das Lernen der Regionen durch den interregionalen Erfahrungsaustausch gezeigt. Sämtliche Partnerregionen wurden in Form von Studienreisen besucht, unterschiedliche Formen von bedarfsorientierten Mobilitätsformen vorgestellt und deren Möglichkeiten zur Umsetzung diskutiert.

Die inhaltliche Vertiefung des Themas und die Erkenntnisse aus der Projektumsetzung habe in Osttirol bereits eine Verbesserung der Qualität der Umsetzung des CLLD-Ansatzes (community-led local development, also der von der örtlichen Bevölkerung betriebenen lokalen Entwicklung) erreicht, weil Ergebnisse aus dem LAST MILE Projekt bereits in die regionale Entwicklungsstrategie eingeflossen sind. Damit kann aufgezeigt werden, dass innovative Mobilitätslösungen als zukünftiger Bestandteil von CLLD einen Impuls für Projektinitiierungen in ländlichen Regionen geben können. Die Förderung von nachhaltiger Mobilität und Innovation ist daher ein wesentlicher Punkt für Regionen, die sich mit diesen Themen in Zukunft beschäftigen wollen. Als verbindendes Element wird auch die Stärkung der Governance zwischen lokalen Lösungen und der Mobilitätsstrategie des Landes Tirol gesehen. Ziel für die Zukunft ist auch, den Bund noch stärker als Partner bei künftigen Programmerstellungen einzubinden.

Somit wird durch Interreg Europe der Region Osttirol mit dem Regionsmanagement Osttirol ermöglicht, weiterhin einen Schwerpunkt für die Entwicklung von nachhaltiger Mobilität zu setzen.

Mehr Infos zum Projekt LAST MILE: www.interregeurope.eu/lastmile/

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