„Danube Transnational“

10.12.2018

Das Interreg-Programm „Danube Transnational“ ist ein Instrument der Europäischen Territorialen Zusammenarbeit und leistet einen wichtigen Beitrag zur EU-Kohäsionspolitik. Das Förderprogramm soll zu einer verbesserten ökonomischen, sozialen und räumlichen Kohäsion des sehr heterogenen Donauraumes führen.

Danube Transnational ist eines von 15 transnationalen Programmen der EU, welche in der ETZ-Verordnung (EU) Nr. 1299/2013 festgehalten sind. Österreich ist in 3 dieser transnationalen Programme vertreten, eines davon ist das „Danube Transnational“-Programm. Inhaltlich gliedert sich das Programm in vier Prioritätsachsen, welche aus den in der untenstehenden Grafik dargestellten spezifischen Zielen bestehen. 

Ergebnisse der ersten Calls und österreichische Beteiligung

Nach den ersten beiden Calls 2015 und 2017 befinden sich 76 Projekte in Umsetzung, wobei besonders die Prioritätsachsen Innovation und Umwelt & Kultur stark verteten sind. Österreich befindet sich mit bisher 108 Beteiligungen unter den Top 3 der aktiven Länder innerhalb des Programmes, nur Ungarn und Rumänien können mehr Beteiligungen vorweisen. Am stärksten vertreten ist Österreich mit 25 Beteiligungen im Specific Objective 3.1 - Umweltfreundliche und sichere Transportsysteme und eine ausgeglichene Anbindung urbaner und ländlicher Gebiete.

 

Projektbeispiel DANTE

Ein Beispiel für die österreichische Beteiligung im Specific Objective 3.1 ist das Projekt DANTE - Improving Administrative Procedures and Processes for Danube Inland Waterway Transport

DANTE hat zum Ziel, administrative Barrieren für den Binnenschiffsverkehr auf der Donau und ihren schiffbaren Zuflüssen zu identifizieren und zu beseitigen, um den Gütertransport auf dem Fluss zu erleichtern und zu erhöhen. Hierbei konzentriert sich das Projekt auf fünf Themenbereiche, in denen Verwaltungshindernisse die Effektivität der Binnenschifffahrt am offensichtlichsten reduzieren:

  1. Grenzpolizei, Steuern und Zoll
  2. Schifffahrt/Behörden für die Verkehrskontrolle
  3. Hafenbehörden/-verwaltungen
  4. Wasser- und Kanalämter
  5. Andere relevante Behörden, die Hindernisse schaffen

Mittels eines im Projekt erarbeiteten Reporting Tools sollen die Verwaltungshindernisse der Binnenschifffahrt auf der Donau systematisch erfasst werden und die Wasserstraßennutzer aktiv einbezogen werden. Auf dieser Basis werden die relevanten Akteure aus dem öffentlichen und privaten Sektor zusammengebracht, um vereinfachte, harmonisierte administrative Vorschriften und Vollzugsabläufe gemeinsam zu erarbeiten und ein entsprechender Aktionsplan für die Umsetzung zu erstellen. Das Projekt kooperiert hierbei eng mit der Priority Area 1a der Donauraumstrategie.

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