Zwischenbilanz Programmumsetzung 2014-2020 und Perspektiven für 2021-2027

Ende Oktober 2019 sind bereits zwei Drittel der EU-Mittel aus dem IWB/EFRE-Programm ausgeschöpft, ein idealer Zeitpunkt um eine Zwischenbilanz der Programmumsetzung zu ziehen. Und die kann sich sehen lassen: Über 1.200 Projekte sind genehmigt, mit insgesamt 409 Mio Euro an EFRE-Fördermitteln. Das entspricht 76 % der gesamten Mittel des IWB/EFRE-Programms, die sich auf 536 Millionen Euro belaufen. Besonders erfreulich ist, dass die privaten Investitionen mehr als erwartet angekurbelt wurden und somit bereits jetzt die geplante Gesamtinvestitionssumme in Österreich von 2 Milliarden überschritten ist! Damit leistet das IWB/EFRE-Programm einen wertvollen Impuls für Österreichs Wirtschaft!

130 Personen nahmen an der Veranstaltung in der „Albert Hall“ in Wien teil und erfuhren im Detail, wo EU-Mittel investiert wurden. Für jeden der inhaltlichen Schwerpunkte, nämlich für Forschung & Entwicklung, Stärkung Wettbewerbsfähigkeit KMU, CO2-arme Wirtschaft und Stadtentwicklung bzw. Stadt-Umlandentwicklung, wurden Zahlen und interessante Analysen aus der begleitenden Evaluierung präsentiert.

Projekte zur Veranschaulichung der Umsetzungszahlen

Zur Veranschaulichung der präsentierten Zahlen und Fakten hat sich dem interessierten Publikum ein konkretes Umsetzungsprojekt für jeden inhaltlichen Schwerpunkt vorgestellt: Das Technopolprogramm Niederösterreich für Forschung & Entwicklung, Lasco GmbH für Wachstum in KMU, VOSSEN GmbH für CO2-Einsparung und das „Science Lab – Bildungsstandort Südweststeiermark“ für Stadt-Umland-Entwicklung.

Rahmenbedingungen und Chancen für die neue Förderperiode

Der November 2019 war aber auch der richtige Zeitpunkt um einen Blick in die kommende Förderperiode zu werfen – die Verhandlungen zu den neuen Verordnungsvorschlägen und auch die Programmierungsprozesse in den Ländern sind voll im Gange. Erich Unterwurzacher, Direktor der Europäischen Kommission, GD REGIO, und Johannes Roßbacher von der ÖROK-Geschäftsstelle gaben einen Überblick über den Stand der Verhandlungen auf EU-Ebene und betonten, dass es zu einer Vereinfachung und Flexibilisierung der Programmabwicklung kommen wird.

In einem weiteren Programmpunkt stellte die Verwaltungsbehörde vor, wie weit die Programmierung des neuen österreichischen EFRE-Programms bereits vorangeschritten ist – inklusive erster inhaltlicher Festlegungen. Im Unterschied zur aktuellen Förderperiode, in der Wachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen vorrangige Ziele waren, wird in der kommenden Periode der Fokus auf Forschung, Innovation und Produktivitätssteigerung liegen, wobei das gesamte Programm auf eine nachhaltige Entwicklung und weitere Dekarbonisierung ausgerichtet sein soll.

Abschließend diskutierte eine Runde aus Programmpartnern, welche Erfahrungen aus der aktuellen Periode in die nächste mitgenommen werden können. Unter anderem wurde die sehr gute Zusammenarbeit der Programmpartnerschaft hervorgehoben, sie soll auch in Zukunft weiter verstärkt werden. In Hinblick auf die Perspektiven für das nächste Förderprogramm waren sich alle Diskutanten einig, dass neben einer  konzentrierten inhaltlichen Ausrichtung, vor allem die Realisierung von Ansätzen zur vereinfachten Kostenabrechnung eine große Chance darstellt.

    Hier finden Sie alle Informationen zum Download:

     

    Fotos: Sophia Auly, sophisticated

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