Auf Einladung des Landes Oberösterreich fand die 5. Sitzung des IWB/EFRE-Begleitausschuss in Wels statt. Als Veranstaltungsort fungierte die FH Oberösterreich Campus Wels, wo am 3. Mai auch diverse Forschungsprojekte der FH besichtigt werden konnten. Die Sitzung eröffnete Markus Roider, Leiter der Abteilung Wirtschaft und Forschung im Amt der Oberösterreichischen Landesregierung, der auf die große Bedeutung der EFRE-Förderungen für die Fachhochschule Oberösterreich hinwies und die positiven Effekte des IWB/EFRE-Förderprogramms auf Wirtschaft, Forschung und Beschäftigung hervorhob.

Als erster inhaltlicher Punkt gab die Verwaltungsbehörde einen Überblick über den Stand der bisherigen Programmumsetzung anhand der in konkreten Förderprojekten gebundenen Mittel und der getätigten Auszahlungen.  Beide Kennzahlen haben sich im vergangenen Jahr sehr positiv entwickelt – so sind mit Stand März 2019 84% der geplanten Gesamtkosten gebunden und 21% der Gesamtmittel bereits ausbezahlt. Im europäischen Vergleich befindet sich Österreich bei der Umsetzung damit im Mittelfeld.

Die  Verwaltungsbehörde stellte unter diesem Programmpunkt auch den Jahresdurchführungsbericht 2018 vor, der vom Begleitausschuss einstimmig genehmigt wurde, ebenso wie der dritte Änderungsantrag für das Operationelle IWB/EFRE-Programm. Bei den Änderungen handelt es sich hauptsächlich um Finanzanpassungen, die auf die Programmstruktur keinen maßgeblichen Einfluss haben.

Unter dem Programmpunkt „Blitzlichter aus Oberösterreich“ stellte Markus Gneiß, Land OÖ – Abteilung Raumordnung,  das Konzept der Stadt-Umland-Kooperationen vor, begleitet durch eine Plakatausstellung zu den bestehenden 15 Kooperationen.  Im Sinne einer „nachhaltigen Stadtentwicklung“ werden Strategien und Umsetzungsprojekte für Städte und ihre umliegenden Gemeinden entwickelt.


Das Ziel ist, gemeindeüberschreitende Herausforderungen wie zB Siedlungsentwicklung oder Mobilitätskonzepte, besser lösen zu können. Die Förderung durch das IWB/EFRE-Programm (es stehen 7,5 Millionen EFRE-Mittel zur Verfügung) ist dabei ein wesentlicher Bestandteil und positiver Motor, wie Gneiß betonte.

In einem weiteren Programmpunkt wurde das Pilotprojekt „Output based approach“ vorgestellt, das erstmals die Möglichkeit eröffnet, Refundierungen aus dem EU-Haushalt nicht auf Basis von Rechnungen, sondern mittels „Finanzierungsbedingungen“ auszulösen.  Gemeinsam mit der Kommunalkredit Public Consulting GmbH (KPC) wird dieser Ansatz in Österreich im Bereich Energieeinsparung getestet.

Convelop und ÖIR stellten erste Ergebnisse der begleitenden Programmevaluierung vor. Es wurde ein Statusbericht zur Öffentlichkeitsarbeit des Programms präsentiert und die Vertreter der Europäischen Kommission gingen auf die im März präsentierten Länderempfehlungen für die Programmierung der nächsten Programmperiode 2021-2027 ein. Abschließend gab die Verwaltungsbehörde einen Ausblick auf die Vorbereitungen der neuen Programmperiode und die dafür eingeleiteten Abstimmungsprozesse.

 

Am Tag nach der Begleitausschuss-Sitzung fanden sich die Ausschussmitglieder wieder in der Fachhochschule Wels ein, diesmal aber zur Besichtigung von Förderprojekten an der FH. Rektor Johann Kastner stellt einleitend die FH Oberösterreich vor, die mit knappen 6.000 Studenten und 37 Masterstudienlehrgängen die größte Fachhochschule Österreichs ist. 

Er geht im Detail auf den Forschungsstandort des Campus Wels und seine Schwerpunkte ein, bevor bei einer Führung durch die Labore EFRE-Projekte aus den Bereichen Smart Factory Lab, Werkstoff- und Produktionstechnik sowie Biotechnologie gezeigt wurden.

Fotos: ÖROK

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