Verkehrsstaus vorhersagen und vermeiden

19.04.2017

Simulator mit Straßennetz und Fahrzeugen, inkl. Auswertungen zu Geschwindigkeit, Beschleunigung etc. © FH OÖ Campus Hagenberg

Straßenverkehr sicherer, planbarer und auch umweltfreundlicher gestalten – das sind die Ziele eines Forschungsprojektes der  FH Oberösterreich am Campus in Hagenberg.  Wie lassen sich Staus prognostizieren? Wie können Verkehrsteilnehmer frühzeitig auf Ausweichrouten umgelenkt werden, damit Staus erst gar nicht erst entstehen? Das EFRE-Förderprojekt „Connected Vehicles“  findet mithilfe neuartiger Methoden und Simulationsmodelle Antworten auf diese und andere Fragen.

Verkehrsflüsse prognostizieren & Re-Routing

Schon heute geben Navigationssysteme Stauwarnungen und bieten Alternativrouten an. Die Daten dafür stellen aber die Istsituation dar, es wird also nur auf bereits eingetretene Gegebenheiten reagiert. In Hagenberg wird einen Schritt weiter gedacht und es werden Simulationsmodelle entwickelt, die auf Basis von Daten zu Position, Geschwindigkeit und geplanter Route vorhersagen können, wohin Autoreisende zu einem bestimmten Zeitpunkt fahren.

Die genaue Prognose von derart festgestellten „Häufungspunkten“ ist Voraussetzung dafür, Autofahrer frühzeitig auf alternative Routen umzuleiten und so kritische Verkehrssituationen von vornherein zu verhindern. Auch Ampelschaltungen könnten auf Basis dieser Daten beeinflusst und der Verkehrsfluss verbessert und sicherer gestaltet werden.

Das Resultat der Forschung: Kosten sparen, Umwelt schonen

Eine effizientere Nutzung bestehender Verkehrswege ist Voraussetzung dafür, teure Staus zu vermeiden und die Notwendigkeit des Ausbaus neuer Verkehrswege zu verringern. Aber auch der Umweltaspekt hängt mit den Ergebnissen der Forschung zusammen – denn erst der optimale wirtschaftliche Einsatz des Personen- und Gütertransports ermöglicht die nachhaltige Reduktion von Schadstoffemissionen und einen effizienteren Einsatz von Ressourcen. Ziele, die durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung unterstützt werden.  

Forschungsgruppe „Networks & Mobility“, FH OÖ Campus Hagenberg: http://nemo.fh-hagenberg.at/  

War der Inhalt der Seite hilfreich?

Newsletter abonnieren